Vetropack nutzt Wasser hauptsächlich in geschlossenen Kreisläufen, strebt einen möglichst tiefen Wasserverbrauch an und stellt die gesetzeskonforme Abwassereinleitung sicher.
Nicolas Lootens, Group Sustainability Manager
Für die Herstellung der Glasverpackungen verwenden wir Wasser hauptsächlich zu Kühlzwecken. Dabei setzen wir, wenn immer möglich, auf geschlossene Wasserkreisläufe. Insbesondere angesichts zunehmender Trockenheit aufgrund des Klimawandels wird für uns ein effizientes und verantwortungsvolles Wassermanagement immer wichtiger.
Das wesentliche Thema Wasser umfasst bei uns die Wasserentnahme, den Wasserverbrauch und die Wasserrückführung. Vetropack verwendet Wasser vor allem als Kühlwasser in den Produktionsprozessen. Da das Wasser für die Glasproduktion weitgehend in geschlossenen Kreisläufen zirkuliert und damit Wasserentnahme, –konsum und -rückführung begrenzt sind, ist das Risiko für Wasserverunreinigungen gering. Jedoch verändern die Auswirkungen des Klimawandels die Wasserverfügbarkeit, was sich auch auf unsere Produktion auswirken kann. Langfristig können gesetzliche Vorgaben oder angeordnete Einschränkungen der Wassernutzung ein Risiko darstellen. Deswegen ist es umso wichtiger, schon heute verantwortungsvoll mit der Ressource Wasser umzugehen.
Die Messung und Überwachung der Wasserentnahme, des Wasserverbrauchs, der Wasserqualität und der Abwassereinleitung sind für uns zentrale Elemente eines systematischen Wassermanagements. Im Rahmen der Umsetzung der Task Force on Climate related Financial Disclosures (TCFD) identifizierten wir Veränderungen in der Wasserverfügbarkeit als ein wesentliches klimabezogenes physisches Risiko. Aus diesem Grund ist es umso wichtiger, nicht nur die rechtlichen Anforderungen bezüglich Wassernutzung und Abwasserbehandlung und -einleitung umzusetzen, sondern auch unseren Wasserverbrauch zu reduzieren.
Der verantwortungsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen wie Wasser ist in unserer gruppenweiten Health Safety and Environmental Policy verankert. Neben der Einhaltung umweltrechtlicher Vorgaben fordert die Richtlinie, dass wir negative Auswirkungen auf das Wasser wie Verunreinigungen oder übermässigen Verbrauch vermeiden.
Für die strategische Ausrichtung des wesentlichen Themas Wasser ist der Group Sustainability Manager zuständig. Die Hauptverantwortung für die Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen liegt in den Bereichen Engineering und Produktion sowie bei der Abteilung Integrierte Managementsysteme. Die Teams in den Werken setzen die lokalen Vorgaben um.
In der Glasherstellung wird Wasser hauptsächlich als Kühlmittel für die Maschinen verwendet. Das Wasser zirkuliert weitgehend in geschlossenen Kreisläufen.
Ausserhalb der Produktionsprozesse benötigen wir Wasser für die Reinigung der Kunststoffzwischenlagen, die im Rahmen des Holistic Pallet and Pad Management (HPPM) mehrfach verwendet werden. Wie im Kapitel Lieferkettenmanagement beschrieben, legt unsere Beschaffungsrichtlinie fest, dass wir beim Kauf neuer Anlagen und Maschinen Umweltkriterien berücksichtigen. Dies schliesst den Wasserverbrauch mit ein.
Zum Schneiden der Glastropfen mit den sogenannten Scheren verwenden wir Öle oder Emulsionen. Diese Zusatzstoffe können dabei ins Wassersystem gelangen. Deshalb sorgen unsere Wasserreinigungssysteme dafür, dass das Wasser die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte bei der Abwassereinleitung nicht überschreitet. Zur Kontrolle der Wasserqualität führen wir regelmässige Analysen durch. Dazu gehört auch die Wassertemperatur: Um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen, messen wir die Wassertemperatur, bevor wir das Wasser in die kommunalen Systeme einleiten. Bei Abweichungen der Wasserqualität ergreifen wir Massnahmen in Zusammenarbeit mit den zuständigen lokalen Behörden.
Unsere Reinigungs- und Kühlsysteme unterscheiden sich je nach Standort, da die Umweltgesetzgebung von Land zu Land variiert.
Wasser in m 3 |
Veränderung |
2024 |
in % |
2023 |
in % |
Gesamte Wasserentnahme |
4% |
1 258 999 |
|
1 210 010 |
|
Oberflächenwasser (inkl. gesammeltes Regenwasser) |
– 17% |
47 259 |
4% |
56 899 |
5% |
Grundwasser |
2% |
819 564 |
65% |
800 852 |
66% |
Wasser von Dritten (d.h. kommunale Wasserversorgung) |
11% |
392 176 |
31% |
352 258 |
29% |
Gesamtes Abwasser |
5% |
1 074 085 |
|
1 020 014 |
|
Oberflächenwasser |
130% |
394 780 |
37% |
171 992 |
17% |
Wasser von Dritten (z. B. Kläranlagen) |
– 20% |
679 305 |
63% |
848 022 |
83% |
Gesamter Wasserverbrauch |
– 3% |
184 914 |
|
189 995 |
|
Wasserintensität in m 3 pro Tonne produzierten Glases 1) |
1% |
0.88 |
|
0.87 |
|
1) Die spezifische Wasserintensität wurde auf der Grundlage der entnommenen Kubikmeter pro Tonne des produzierten Glases berechnet, welches alle Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen erfüllt und somit für den Verkauf geeignet ist.